08.09.11

Messerarbeit

Seit zwei Wochen beschäftigen wir uns im Training mit dem Messer.

Die Messerarbeit im Systema ist für einige erst mal ungewöhnlich, weil wir auf mit dem Körper den Kontakt zur Klinge suchen - anstatt ihn mit einem harten Block zu vermeiden.

Dabei kommt es hauptsächlich darauf an, die natürliche Angst, die durch den Gebrauch des Messers (oder allein schon die Vorstellung davon) zu verstehen und die Anspannung auf den 5 Ebenen durch die korrekte Haltung und das korrekte Atmen zu vermeiden oder zumindest klein zu halten.

Wir beginnen im Training mit "einfachen" Kontaktübungen und dem Bewegen in den drei unterschiedlichen Modi: als ganzer Körper - Teile des Körpers - Körperinnenraum.

Im Moment sind es noch viele einzelne Kontaktfragmente, Bewegungsausschnitte - wir wollen diese aber bald in ein intuitives leichtes "Sparring" überführen.

Dabei kommen wir regelmäßig auf die Basis-Kontaktübungen  und Atemübungen zurück, sodass auch Neueinsteiger jederzeit Anschluss finden können.

Die Messerarbeit ist für mich persönlich so faszinierend und wichtig, weil wir dabei ohne Gefahr Generationen alte Ängste "verdampfen" können. Das Wissen um das scharfe Metall ist dem Unterbewusstein vererbt.